Wie belastbar ist ein Mensch?

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Wie belastbar ist ein Mensch?

So, wie er es braucht. Eine einfache Aussage aber mit viel Sinn.

Sie haben sicher schon Pr?ungen absolviert oder Dinge getan und sich danach gefragt, wie habe ich das nur geschafft. Sie blicken zur?k auf diese Zeit und fragen sich, wie das damals ging. Warum heute nicht mehr?

Ich lebe mit Visionen. Schon immer hatte ich Vorstellungen wie meine Zukunft aussehen soll. So sagte ich meinem Vater vor ca. 2 Jahren, dass bei mir alles so gut l?ft und einmal etwas schief gehen muss. Eine Vision?

Am 6. Juni 99 kam unser 2. Kind Lea Tamara auf die Welt, was eigentlich eines der sch?sten Erlebnisse ist, jedoch nach nur 3 Tagen mit der Information des Kardiologen (Herzspezialist) wie ein Faustschlag ins Gesicht, erl?cht wurde. Lea hatte einen schweren Herzfehler. Die Aorta welche die untere K?perh?fte durchblutet, war durchtrennt und auch ein Loch im Herzen wurde festgestellt. Eine Operation war unumg?glich und so wurde diese am 11. Juni erfolgreich durchgef?rt. Lea erholte sich anfangs gut und im Gegensatz zu den ?zten waren wir schon euphorisch (Optimisten wie wir halt sind) und machten uns schon Gedanken, wann Lea nach Hause kommen wird. Leider kamen Komplikationen dazu wie 3 Thrombosen, eine Darmentz?dung und verletzte Lymphgef?se. Letzteres musste nochmals durch eine Operation behoben werden.

So wurde der t?liche Gang in die Intensivstation im Kinderspital Z?ich zum H?denlauf.

Wie geht es ihr? Lebt sie noch? Wie lange wird sie im Spital bleiben m?sen ?

W?rend dieser ganzen Zeit war f? uns die Vision vorgegeben. Lea wird wieder gesund. Wenn es ihr schlecht ging, sah ich in meinen Gedanken wie ich Lea an den Traualtar f?re. So wusste ich, sie wird es schaffen, denn bis diese Vision erf?lt wird, werden noch viele Jahre vergehen. Es half aber auch, dass viele Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter und die Familie sich immer wieder nach dem Zustand von Lea erkundigten. Wir bauten auch unsere Familienhomepage www.mislin.ch um, damit alle mit verfolgen konnten, wie es ihr ging. So freute ich mich ?er Ausdrucke der Homepage auf den Pulten der Mitarbeiter oder Fragen betreffend der Zeichnung des Herzens. Denn ich wusste Lea ist ein Teil unserer Gemeinschaft, unseres Lebens und nicht verschwiegen und versteckt, damit niemand erf?rt, was uns da widerfahren ist. In dieser Zeit lernt man viel. So zum Beispiel, dass nicht alles selbstverst?dlich ist im Leben oder wie klein doch die Probleme sind, die t?lich anfallen oder ?er die eine grosse Sache gemacht wird. T?lich Highlights zu finden ist unm?lich in einer solchen Zeit? Ganz sicher nicht, denn erst jetzt sieht und findet man sie t?lich.

  • Lea hat einen Herzfehler der operiert werden kann. Somit wird sie nach dieser Krise ein normales Leben f?ren k?nen.
  • Unser Sohn Patrick ist gesund
  • Wir haben viele Freunde, denn in der Not lernt man sie erst kennen
  • Mein Arbeitgeber zeigte Verst?dnis f? meine Situation (nicht selbstverst?dlich, wie wir durch einige Beispiele erfahren mussten)
  • Nach langen ca. 3 Monaten k?nen wir Lea nach Hause nehmen (Es gibt F?le die nach 8 Monaten nach Hause durften)
  • Ich habe eine starke Frau, denn w?rend ich mich durch die Arbeit ablenken konnte, musste sie neben den t?lichen Besuchen im Spital zu Hause unseren Sohn betreuen und den Haushalt machen.
  • Lea und wir werden optimal durch das Pflegepersonal und die ?zte betreut.

Ein Tip:

Sprechen Sie mit Freunden, der Familie oder dem Pflegepersonal ?er Ihre ?gste und Probleme. Seien Sie offen, denn es werden Ihnen H?de gereicht nur auch Sie m?sen danach greifen.

Ich hoffe, wenn Sie diese Zeilen lesen, dass Lea zu Hause ist und wir wieder eine normale Familie sein k?nen. Aber es wird sicher nicht mehr so sein wie fr?er, sondern besser.

Vielen Dank an alle die uns in dieser Zeit unterst?zt oder einfach zugeh?t haben.

Mark Mislin mit Susanne. Patrick und Lea

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